Ina Petersen Entrepreneur Service

. Technologieförderberatung
und aktuelle Informationen für Gründer und Unternehmer
in der
industriellen Wissensgesellschaft
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Entrepreneur Service / Entrepreneurship .

Update 27.10.2011


Entrepreneurship versus Unternehmertum?

Der Begriff "Entrepreneur" ist auch heute noch fuer viele gewoehnungsbeduerftig.
Bis vor einigen Jahren war dieses Wort ein eigenstaendiges, international gebraeuchliches Synonym  fuer einen Unternehmer mit besonderen Eigenschaften, wie dynamisch, risikobereit, den Markt umkrempelnd, gegen den Strom schwimmend, nicht blind, aber besessen von einer Geschaeftsidee mit Alleinstellungsmerkmal, fuer die der Markt reif ist, deren Umsetzung zu einer realen Wertschoepfung fuehrt.
Inzwischen hat dieses Wort Einzug in die Woerterbuecher gehalten und wird schlicht mit "Unternehmer" uebersetzt, was die urspruengliche Bedeutung sehr verwaessert.

Eine kleine Zeitreise
Alles begann in Amerika. - Wo sonst?
Nach dem 2. Weltkrieg war die Wirtschaft ausgeblutet. Die Kriegsheimkehrer, die mitten in ihrem Studium an die Front gegangen waren, hatten zwar nach ihrer Rueckkehr das Recht, dort weiter zu studieren, passten aber nicht mehr in das Korsett des unselbststaendigen Studenten. Jobs gab es kaum, die Arbeitslosigkeit war erdrueckend. Der einzige Ausweg schien die Selbststaendigkeit zu sein und Unternehmen zu gruenden.
Not macht erfinderisch und es entstanden die in ihrer Wirkung gigantischen Technologie- und Gruenderschmieden um die Stanford University mit dem Silcon Valley und um das Massachusetts Institute of Technology. Diese Brutstaetten fuer kreative Ideen und Umsetzungsbesessenheit brachten den neuen Typ Unternehmer hervor - den Entrepreneur.

Importversuche - Neue Unternehmer braucht das Land
Etwa seit Ende der Siebziger beunruhigte die Politiker eine stetig ansteigende Sockelarbeitslosigkeit in den Arbeitslosenstatistiken. Wie laesst sich die abbauen? - Durch Existenzgruendungen. In Amerika hat das funktioniert, also her mit dem Modell "Gruenderzentren vor den Toren der Hochschulen".
1983 wurde in Berlin das erste Technologie- und Gruenderzentrum Deutschlands eroeffnet. Danach rollte diese Welle durch Deutschland. So etwa ab 1995 klinkte sich die staatliche Forschungsfoerderung ein und startete den Biotechnologiegruendungswettbewerb "Bioregio", aus dem 17 Biotechnologieregionen in Deutschland hervorgingen.
Das wichtigste Ergebnis dieser Entwicklung: Entrepreneur und Entrepreneurship wurden in Deutschland gesellschaftsfaehig.

Zwischen 1996 und 1997 wurde in Deutschland die Informationsgesellschaft ausgerufen, denn inzwischen schwappte auch die Welle der Internetgruendungen ueber den grossen Teich nach Deutschland. Dieser Hoehenflug endete 2002 abrupt mit einer weltweiten  Bauchlandung der "New Economy" und einer unvorstellbaren Kapitalvernichtung. Es sind nicht nur Luftblasen geplatzt, sondern es wurde auch echtes Geld verbrannt. Das war die Weltfinanzkrise erster Teil. - Im zweiten Teil befinden wir uns gerade, doch jetzt in einer Weltwirtschaftskrise.
Nach Malik "ist die Krise nur ein oberflächliches Symptom für die größte Systemtransformation der Geschichte. Hin von einer Geld- zu einer Wissensgesellschaft."

Von der Gegenwart in die Zukunft
Der Mensch wird sich nicht neu erfinden, jedoch eventuell wieder selbst staerker kreativ werden, selbst Verantwortung und Risiko tragen. Der unternehmerische Pioniertyp "Entrepreneur" koennte Hauptakteur der weiteren Entwicklug werden, wenn Arbeitsplaetze weiter abgebaut werden.
Doch bis jetzt scheint der Druck noch nicht stark genug zu sein.

In der Physik gilt ein Grundgesetz: Jedes Teilchen strebt den energieaermsten Zustand an. Um das zu aendern, muss man Energie aufwenden.

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